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Menswear und Lifestyle mit Anspruch Der Styledirector von Zwicker
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Working in a dream garden

So schön und luxuriös wie eine Villa und so clever konzipiert, wie ein High end Office. Pradas Garden Factories gelten als Vorreiter modernen Arbeitens. Wer braucht da schon Feierabend?

 

Glasfronten, die den Blick freigeben auf prachtvolle Gartenanlagen, lichtdurchflutete Räume, großzügige Terrassen – was klingt wie die Immobilienbeschreibung einer Villa in Kapstadt, sind die neugestalteten Fertigungsstätten und Büroräume von Prada. Genauer gesagt die innovativen Garden Factories des Modeimperiums.

Bisher gibt es drei Garden Factories: Montevarchi, Montegranaro und Valvigna. Dabei legt die Firma Wert darauf, bereits bestehende Gebäude zu restaurieren und die Anlagen nachhaltig zu bepflanzen, anstatt neue Gebäude zu bauen und so weiteres Land zu bebauen. Wurden keine geeigneten Gebäude gefunden, sind Pradas Architekten gefragt: Bebaut werden soll so, dass Land möglichst nachhaltig bebaut wird und genutzte Flächen so naturnah wie möglich gestaltet werden.

 

Ein durchdachtes Nachhaltigkeitskonzept

Was den Garden Factories seinen Namen verlieh? Ganz klar die versteckten Gärten in den Innenhöfen. Angelehnt an Innenhöfe diverser Klöster, sind sie geheime Plätze voller Harmonie, mit Raum zur Erholung, um Kraft zu tanken. Im Fokus steht, wie auch bei Pradas Mode, stets die Ästhetik.

Kein geringerer als der Meister nachhaltiger Architektur – Guido Canali – entwarf die Garden Factories. Für ihn stehen neben einem imposanten Äußeren vor allem die Menschen in den Gebäuden im Fokus: „Ich hoffe, es ist vor allem für die ein Ort der Entspannung, die täglich durch die Gebäude laufen, unter Stress stehen. Wir wollten für hunderte Menschen, die hier arbeiten, keinen extravaganten Arbeitsplatz schaffen. Vielmehr war es uns ein Anliegen, Häuser die ohnehin verfallen, neues Leben einzuhauchen und damit den Menschen einen sinnvollen und gleichzeitig adäquaten Arbeitsplatz zu geben.“

Bisher gibt es drei fertiggestellte Garden Factories, weitere sind in Planung. Wer sich hautnah von der besonderen Architektur überzeugen will, hat Glück. Alle Gebäude sind auch für Besucher zugänglich.

 

Montevarchi

In Montevarchi werden täglich bis zu 700 Paar Schuhe für Prada und die beiden Kollektionen Linea Rossa und Car Shoe produziert. Verborgen durch ein Gewächshaus, sind die Arbeitsräume im Gebäude fast vollständig von der Straße abgeschottet. Die Räume verlaufen geradlinig über lange Gänge, und schaffen so mehr Weite.

 

Montegranaro

Die erste Garden Factory von Prada besteht aus einem Komplex, verbunden durch zwei Gebäude. Auch hier entstehen Freizeit- und Sportschuhe. Das ursprüngliche Industriegebäude wurde aufwendig restauriert und war das Musterbeispiel für die weiteren Garden Factories. Beide Komplexe sind durch eine Art Luftwege verbunden, einem schmalen Steg, der die Galerie und den Wintergarten miteinander verbinden.

 

Valvigna

Im Industriezentrum Valvigna in der Toskana werden Lederwaren für Prada sowie die Tochterfirma Miu Miu entwickelt und auch gefertigt. Zudem lagern hier Rohstoffe, sowie historische Archive der Lederwaren- und Schuhkollektionen. Architektur und Natur verschmelzen an diesem Standort – bestehend aus vier Gebäuden – zu einem vollkommenen Ganzen.

Bevor Guido Canali seine Ideen einbrachte, war das Gelände heruntergekommen und kaum nutzbar. Die richtige Bepflanzung, der Einsatz nachhaltiger Baustoffe sowie die Verschmelzung mit der umliegenden Natur erweckten diesen Ort zu neuem Leben. Im Rahmen der Buchpräsentation „Prada Architecture by Guido Canali“ wurde dieses Headquarter am 8. Juni 2018 eröffnet. Es ist das jüngste und gleichzeitig umfassendste Projekt Guido Canalis für Prada.


Das Titelbild ist ein Symbolbild (c) Unsplash. Weitere Informationen und Bildmaterial zu den Garden Factories finden Sie hier.

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