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10 Tipps für nachhaltiges Reisen

Nachhaltig leben, bewusst auf die Umwelt achten, aber trotzdem nicht auf Traumreisen verzichten? Ja, das geht! Mit diesen zehn Tipps gelingt sanfter Tourismus.

 

Tipp 1: Nachhaltigere Verkehrsmittel

Bahn, Bus und auch die Fähre sind ohne Frage nachhaltiger als Auto, Flugzeug oder Kreuzfahrtschiff. Und das gilt nicht nur für die Reise hin und zurück, sondern auch direkt am Urlaubsort. Flugreisen sind dabei die wohl schädlichsten Reisemittel. Eine Flugreise von München nach Athen verursacht laut Atmosfair rund 570kg CO2 – das ist bereits etwa ein Viertel des klimaverträglichen CO2-„Jahresbudgets“ eines Menschens.

Bei Bus- und Bahnreisen sieht es hingegen schon besser aus: Zwischen 25g und 50g Treibhausgase stoßen Reisebus und Bahn im Fernverkehr pro gefahrenen Kilometer aus. Deshalb lieber zu anderen Fortbewegungsmitteln greifen: Anderswo Reisen bietet beispielsweise unzählige Angebote und Inspirationen für Bahnreisen in ganz Europa an. Zusatztipp: Vor Ort Fahrräder ausleihen oder (in größeren Städten) mit E-Scootern fortbewegen.

 

Tipp 2: Nahe Reiseziele
Ganz klar: Je weiter das Urlaubsziel, desto höher der CO2-Ausstoß. Gegenbewegung sind sogenannte Micro-adventures. Dabei geht es darum, in der näheren Umgebung Abenteuer zu erleben, neue Orte zu entdecken und auch mal öfter, dafür der eigenen Heimat näher gelegen, abzuschalten. Eine Führung in der eigenen Stadt, im Nachbarort campen oder mit dem Zug verreisen und den gesamten Weg nach Hause wieder zu Fuß zurücklegen. Auch das ist reisen, nur eben anders. Als Urgestein der Micro-adventures gilt Alastair Humphreys. Der Blogger und Filmemacher begibt sich immer wieder auf kleine Mikroabenteuer und nimmt seine Leserschaft dorthin mit. Er ist National Geographic Adventurer des Jahres und hat bisher zwölf Bücher verfasst.

 

Tipp 3: CO2-Abdruck ausgleichen

Wer sich für eine Flugreise entscheidet, kann seinen CO2-Fußabdruck kompensieren. Viele Fluggesellschaften bieten diesen Service direkt bei der Online-Buchung mit an. Eine andere Möglichkeit ist Atmosfair. Über den Anbieter unterstützen Reisende mit einer Spende diverse Klimaschutzprojekte – entweder mit einem Wunschbeitrag oder direkt in der Höhe der Kompensation für seine Flug- oder Kreuzfahrtreise.

Wer sich noch nicht für eine Reeiseart entschieden hat, kann sich über Ecopassenger die Auswirkung seiner An- und Abreise zum Urlaubsort errechnen lassen. Ecopassenger vergleicht die Reise mit Flugzeug, Bahn und Auto und zeigt genau an, wie viel CO2 je Variante ausgestoßen wird und wie viele Ressourcen verbraucht wurden. Auch hier ist die Kompensation über diverse Anbieter möglich.

 

Tipp 4: Clever packen

Je schwerer das Gepäck, desto höher auch der CO2-Verbrauch. Dies gilt für alle Fortbewegungsmittel. Wer nur das Nötigste packt, tut somit nicht nur Gutes für die Umwelt, sondern verzichtet auch auf unnötigen Ballast. Am besten eine Liste mit Essenziellem anlegen, danach nochmals aussortieren.

 

Tipp 5: Regional einkaufen
Wer nur all-inclusive reist oder sich beim Campen ausschließlich selbst versorgt, der verpasst Land, Leute und Kultur. Zudem trägt er auch dazu bei, dass der Ort keineswegs vom Tourismus profitiert. Empfehlenswert: In kleinen Restaurants essen gehen, vor Ort bei Bauernmärkten und Hofläden einkaufen und vielleicht das ein oder andere Souvenir in kleinen Läden mitnehmen! Um den Urlaubsort von einer besonderen Seite entdecken zu können, können Führungen mit local guides gebucht werden. Ein großzügiges Trinkgeld unterstützt zusätzlich.

 

Tipp 6: Fair übernachten und wohnen

Immer mehr Unterkünfte setzen auf den sparsamen mit Resourcen, versuchen Müll zu reduzieren und gemeinsam ein Ziel verfolgen: Die Welt Stück für Stück ein bisschen besser zu machen. Bio-Hotels, Eco-Lodges und private Vermieter schließen sich der Bewegung für sanften Tourismus an und bemühen sich, Urlaubern einen nachhaltigeren Lebensstil zu vermitteln. Ökologische Reiseportale wie GOOD Travel, forum anders reisen oder Bookitgreen bieten eine Vielfalt an Angeboten. Wer lieber im Reisebüro bucht, kann das zum Beispiel im Reisestüberl in München tun. Hier werden CO2-Neutralisationen angeboten oder Baumpflanzprojekte unterstützt. Übrigens: Hier verweigert man seinen Kunden sogar Kneipen-Kurzurlaube auf Mallorca.

 

Tipp 7: Auf Zertifizierungen achten
Siegel zu checken, lohnt sich. Denn oft bezeichnen sich Hotels als nachhaltig und tragen dabei aber keine entsprechende Zertifizierung. Einige nennenswerte sind: Viabono fördert zum Beispiel auf Initiative des Bundesministeriums nachhaltigen Tourismus und findet sich auf Campingplätzen, Kanuanbietern oder Naturparks. Die Blaue Flagge kennzeichnet nachhaltig betriebene Gewässer in 40 Ländern. Darunter Badestrände, Binnengewässer und Sportboothäfen. TourCert umfasst ganzheitlich ökologische und soziale Kriterien von Reisebüros, Veranstaltern und Unterkünften.

 

Tipp 8: Wasser sparen

Gerade in südlichen Ländern ist Wasser Mangelware. Deshalb unbedingt sparsam mit der Ressource umgehen! Langes Duschen oder Baden hinterlässt Spuren. Das Wasser daher nur kurz genießen. Handtücher in Hotels täglich zu wechseln kann ebenso vermieden werden.

 

Tipp 9: Aktivitäten vor Ort prüfen
In Europa erhält Naturschutz langsam aber doch stetig einen immer höheren Stellenwert. Entwicklungsländer hinken hier leider hinterher. Schnorcheltouren, Wale watching oder der Besuch von überfüllten Freizeitparks stehen dort oft auf der Angebotsliste der lokalen Reiseführer. Keine Frage, es ist wichtig, die lokale Wirtschaft zu unterstützen. Allerdings gilt es hier genau hinzusehen, ob diese Aktivitäten nicht auf Kosten von Tieren und Natur ausgetragen werden.

 

Tipp 10: Neues ausprobieren

Die gängigen Transportmittel sind bekannt, aber wie wäre es mal mit einer Kanu- oder Radtour? Ganz frei in der Natur unterwegs zu sein, ganz ohne Auto, Bus oder Bahn hat seinen ganz eigenen Charme. Nutzt man zum Beispiel den Wasserweg für die Reise, eröffnen sich faszinierende Perspektiven und ermöglichen neue Erlebnisse. Das Arctiv Mountain Team bietet zum Beispiel Kanutouren von bis zu 14 Tagen an. Aber auch mit dem Rad ist der Weg ein Erlebnis. Hier gilt die Devise des Schauens und Genießens.

Wo es gefällt, bleibt man, egal ob eigenes Zelt, Hotel oder eine kleine Pension. Zurück geht's dann entweder wieder mit dem Rad oder der Bahn. Schöne Touren verlaufen zum Beispiel in Norwegen von Oslo nach Stavanger, in Frankreich von Genf bis Montpellier, oder in Polen von Warschau nach Vilnius. Alle drei Touren erstrecken sich über etwa 500 Kilometer und führen vorbei an Kulturstätten, Wäldern und Flüssen. 

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